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Archiv für den Monat Dezember 2015

Zumindest der traurige Teil des Geheimnisses um Patsch und Watschelmann scheint gelüftet zu sein: Während die Welt vermeinte, dass die beiden frackgewandeten Dynastien dem Nordpol nächst unserem Augarten Freude und Frohsein bescherten, loderten im Hintergrund Flammen des Zank und Haders um den Fisch.

Génie und Plauscher erkannten diese Rivalität schon bald, versuchten alles Menschenerdenkliche, um die Katastrophe abzuwenden, doch es half nichts.
Die beiden Musikusse Sandra Rose und Franz Scharf besangen kürzlich, wir haben es gehört, das tragische Schicksal um die Fehde in die Welt hinaus, und für viele Freundinnen und Freunde unserer watschelden Zeitgenossen bracht schlicht eine Welt zusammen.

Sandra Rose     Franz Scharf Kopie

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Zu hören hier: Pinguintango, oder: Watschelmanns Tragödie und der Fisch

 

EndeSo weit, so gut: Doch wird die Welt sich weiter drehen? Wird Génie sie zukünftig wieder im Rahmen begeisternder Unternehmungslust aus Sport, Spiel und Promille begleiten können? Wird Plauscher auch weiterhin Freude am Dasein des fleißigen Chronisten finden? Wird Wilhelm Kramermann, der Kameramann und wieder mit fröhlichen Bildern beglücken können? Und: werden Sandra & Franz jemals wieder den frohgemuten Sang der Watschelmänner in die Welt hinaustragen können?

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DeckblattIn den Nächten des 11. Und 12, Dezembers 2015 trafen Patsch und Watschelmann im so genannten Verlies des Karmeliterplatzes auf ein neugieriges Publikum, das mehr, noch mehr wissen wollte, über deren Spezies: Es waren die Sphenisciden, wir wissen es bereits, die schon vor Menschengedenken aufbrachen, um unseren Nordpol zu bevölkern.

Eingangs war es Bamschabl, über dessen Namensfindung sich mittlerweile schon Generationen nicht mehr den Kopf zerbrechen (würde es diesem doch schlecht ergehen, stürzte man sich von dessen Schwindel erregenden Höhen in die Tiefe), der sein pädagogisches Engagement (siehe ebendort) präsentierte, ebenso wie Jean Génie und Wolfram Plauscher, deren Dokumentationen ihrer Forschungstätigkeiten beinahe den Rahmen sprengten … und natürlich eine begeisterte Runde an Sympathisanten, die sich mit der neuen Population stanta pede nicht nur anfreundeten, sondern ihnen auch weiterhin die Freude schworen …

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Seitenblicke auf spheniscidisch …

CinecittaDas Zentrum pinguinistischen Filmschaffens befand sich, wie hätte es anders sein können, zu jenen Tagen im Verlies desParteilokals der Sphenisciden, wo fieberhaft an einer Dokumentation von Patsch, Watschelmann & Co. gearbeitet wurde, die demnächst für dieses Genre neue Maßstäbe gelten lassen wird.

Neben den Pinguinen war den –isten und –istinnen daher höchster Einsatz abverlangt: Neben Jean Génie sehen wir mit Prof. Wolfram Plauscher den nimmermüden Chronisten der neueren Historie, Bamschabel den nicht nur längsten Wissenschaftler dieses Genres, sondern in Ingrid Laßnig vor allem die reizendste Muse, die den frackgewandeten Heerscharen stimm- und lesegewaltig die Anmut einhauchen sollte, die ihnen zustehen möge. An der Dreh-Orgel, die buchstäblich alle Register zog, finden wir die nimmermüder Susi, und hinter der Kamera (wenn Sie die Bilder im Fotoalbum einfach wenden) finden Sie in bewährter Manier Wilhelm Kramermann, den Kameramann.

balgencamera

 

Hier geht’s zur Bildergalerie, direkt in die Cinecittà:

Kurz nachdem wir Text und Anregung zum Mitsingen gegeben hatten, quoll sich gleichsam eine antarktische Woge an Ideen, den Pinguintango, auch wenn er sich ein wenig traurig präsentiert hatte, zu vertonen. Unter den wirklich tausenden von spontanen Demos wählten wir eine Interpretation aus, die wohl ihresgleichen sucht.Fragezeichen

Allerdings musste die Redaktion feststellen, dass sich zwar die überwiegender Mehrzahl an BewerberInnen um die beste Stimme im Verband krächzender Gestallten beworben hatte (ganz schlimm und atemlos war die berühmte …), die Gunst der Jury zu gewinnen, aber die Sieger, das Team, das letztendlich das Rennen machte, das wollte anscheinend nicht namentlich genannt werden. Woran Liegt es? Diese Frage stellte sich auch die Redaktion, und so stellen wir sie auch an das Publikum: Die Melodie haben Sie schon erkannt, aber wer verbirgt sich hinter dieser göttlichen Stimme, angesiedelt zwischen MM, M und Doris Day? Ein Tipp: Sie ist viel jünger …

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Listen to: Pinguintango & the Voice

advent-winner Kopie 2Weihnachten steht Kopf! Dieser Tage macht sich eine Art der Verunsicherung breit, die Seinesgleichen in der Geschichte sucht: Die Zeichen der Zeit erkennend, vertraute ein nordischer Gönner und Geber einem Startupunternehmen aus Grünland der etwas anderen Art und musste so alsbald erkennen, das man ihm ein S für ein N vorgemacht hatte. Das unbestechliche Magazin für Patsch und Watschel, Spheniscidus, berichtet.

„Rudolf, der mit den Neuerungen der Technik bislang noch nicht so vertraut ist, dem kam die Route erst spanisch, dann noch südlicher vor,“ klagte der Gönner und Geber, nennen wir ihn der Einfachheit halber Klaus, „und bis wir dann zu einer ersten Zwischenlandung, wo es uns heimatlich anmutete, ansetzen wollten, begrüßten uns Heerscharen von Kellnern, und es war Rudolf und mir stanta pede klar, wir befanden uns in keinem Keffeehaus, denn dort gibt es keine Kellner, und wenn doch, dann bedienen sie gerade einen anderen Tisch …“
Ganz anders hier, im Land der Black Waiters. Wie sich schon bald herausstellen sollte, ist diese Gruppe von Aktivisten in der Zwischenzeit schon längst im Herzen der ÖPP, also der Partei der Wiener Pinguinisten, aufgegangen, und der Südpol, also der Eingabefehler der startuporientierten Nerds, konnte Dank des Teams in Grenzen gehalten werden. Allerdings war es zu spät für einen Neustart des diesjährigen Weihnachtsprogramms von Karl, der, an Jahren reich und an Energie altersadäquat, es vorzog, mit Rudolf, auf halbem weg zur Arbeit Nadelbaum gegen Palmwedel zu tauschen und übte sich im Schreiben seine Erholung mitteilender Postkarten … an alle Kinder dieser Welt!
Skandal lag in der Luft, Tränen in Kinderaugen, Stress bei allen Eltern dieser Welt. Tragödien zwischen Punsch, PS4 und Tante Paula schienen unvermeidlich! Wer sollte da die Welt, denn darum ging es jetzt, noch retten? Weihnachtsmann sonnte auf den Seychellen, Rudolf wonnte mehr sirenisch, was man ihm zwar nicht verdenken konnte, aber wer rettet die Weihnachtsgans für uns?
Florian Patsch, wir kennen ihn bereits quasi als Vater Jahn in Sachen Ballspiele, zog auch hier sportlich die Reißleine, bestätigte ein weiteres Mal, das der Nordpol, wie schon so oft, in unserem Zentrum des Geschehens anzufinden zu sei, ein Füllhorn an Geschenken ergoss sich über die erwartungsvollen Kinderaugen, und die Wiener Sängerknaben zwitscherten zeit- und auch sonst nah ihr weltberühmtes „Lasst und froh und lustig sein“.

Maria Vassilakou, bekannterweise grünländisches Urgestein, die unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorkommnisse eine Pressekonferenz einberief, dementierte noch am selben Abend die Urheberschaft der neuen Einbahnregelung in der geplanten Begegnungszone am ehemaligen Nordbahnhof.

serre-sport-03Dieser Tage erreichte uns eine Neuigkeit von unserem Korrespondenten aus Olympia, der in den Archiven der Jahrtausende alten Reihe der Sportveranstaltungen geforscht, gesurft und die herausragendsten Persönlichkeiten gefunden hatte. Gut, einer hat versucht, den Schwimmstyle zu revolutionieren, aber schon bald stellte sich heraus, dass er auch damit sein Kreuz zu tragen hatte.

Viel beständiger und vor allem vielfältiger gestaltete sich allerdings die, ebenfalls durch die Jahrhunderte ihrer Geschichte, die Tradition, deren sportliche Ambitionen und schließlich, nachweisbar durch die konsequente Dokumentation des unermüdlichen Chronisten Jean Génie dargestellte Beharrlichkeit des Sportvereins, repräsentiert durch die Dynastien der Patschens und Watschelmanns, konsequente Pflege des mens sana in corpores Sands zu pflegen.

HappyNewYearStabhochsprungKleinerUnbill KopieAusgehend von deren ursprünglichen Heimat entwickelten die Jungs und Mädels schon bald die notwendige Perfektion, die sie sich auf dem Eis aneignen konnten, um später dann für den Tanz auf dem Wiener Parkett mit all seinen Hackeln zu kreuzen und dergleichen (wir erinnern uns, siehe oben, ans Kreuz) gewappnet zu sein. Besonders talentiert stellten Urpatsch & Co. vor allem das nicht vorhandene Talent unter Beweis, wenn es darum ging, in österreichischer Manier den Ball per pedes zielgenau zu verfehlen, dribbling1 Kopieebenso wie, quasi ganz Montgolfier, das Kügelchen gen Himmel zu stoßen, aber nicht eingedenk waren, dass, gleich dem hohen Sprung am Stabe, der Abgrund, der tiefe Fall, es der Volksgruppe der Lemminge beinahe gleichtat. Doch wer sticht den ersten Stab?

fullmoongolfingCMYG KopieLothar Lemming, Vorsitzender aller nachahmenden Gepflogenheiten rund um die migrierende Gruppe der Sphenisciden, dankte einst dem Erfinder der neuen hohen Kunst des tiefen Falls mit den Worten: „Ein Stern leuchtete, und so folgen wir dem Erfinder des erhöhten Stabes um in die dunklen Geheimnisse der … wurscht jetzt, wir folgen lustvoll dem inspirierendem hohen Stab!

traber KopieAlles dessen angesichtig, folgte auch Thorsten, der Traber, seinem Ruf, die Kunde um die Revolution von mens und corpus in die Welt hinauszutragen. Schnell entschlossen, spannte er Wanda, sein Walross, an und legte die historische Distanz von pheidippiden Schritten zwar nicht selbst zurück, aber auch Wanda nicht. Das überließ er Jean Génie, der seinerseits wiederum die Rösser anspannte und sich in alter Trabermanier einen Bandscheibenvorfall einfing, der fortan bei einem bürgermeisterlichen Spritzwein im Lusthaus auskuriert werden musste.